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Geschichte

Wendisch Rietz ist 1241 erstmals erwähnt

Wendisch Rietz Wappen

Quelle: www.wendisch-rietz.de

Wendisch Rietz ist in den Kirchenbüchern von Dahmsdorf 1241 erstmals erwähnt. Offenbar war der Ort seinerzeit nur ein zugehöriges Vorwerk. Die ersten Siedler waren Slawen, was sich aus dem Ortsnamen schließen lässt. Als Rietz (rycz) wurde im Wendischen ein Graben oder Fließ bezeichnet. Das Fließ teilt Wendisch Rietz und ist die Verbindung zwischen dem Storkower See und dem Scharmützelsee. Seit 1742 gehört Wendisch Rietz zu Preußen. Im Siebenjährigen Krieg wurde der Ort von österreichischen Husaren geplündert, die ihr Biwak am Seeufer errichtet hatten. Daran erinnert noch der Name Husarenbucht. Verkehrstechnisch wurde Wendisch Rietz Ende des 19. Jahrhunderts erschlossen. Mit dem Bau des Storkower Kanals und der Schleuse in Wendisch Rietz im Jahre 1885 bestand die Verbindung auf dem Wasserweg bis nach Berlin. Von touristischer Bedeutung war auch die Eröffnung der Bahnlinie Königs Wusterhausen – Grunow 1898. Damit stand der Entwicklung zu einem touristischen Ausflugsziel nichts mehr im Wege. Zur Jahrhundertwende 1900/01 wurde das Jagdschloss „Schwarzhorn“ errichtet und als Hotel und Restaurant betrieben. Die Idee dazu kam dem Komponist und Buchhändler Kunz 1897 bei einem Segeltörn auf dem Scharmützelsee. Er gilt somit als Pionier des Fremdenverkehrs. Großer Beliebtheit erfreuten sich schon damals Dampferfahrten von Berlin nach Wendisch Rietz und weiter nach Bad Saarow. Auch der Wassersport entwickelte sich zu dieser Zeit bedeutend, was sich durch die Gründung vieler Segel,- Ruder- und Paddelvereine belegen lässt. Diese Entwicklung wurde – wie fast überall – durch den 2. Weltkrieg und durch die Gründung der DDR für lange Zeit unterbrochen. Erst mit Beginn der 1970er Jahre entschloss sich die damalige Staatsführung zur forcierten Entwicklung von Erholungsorten. Für Wendisch Rietz bedeutete dies die Trennung von Landwirtschaft und Erholung/Tourismus und gleichzeitig die Eingliederung von Glienicke/Ausbau und Behrensdorf/Siedlung im Jahre 1972. Bis Mitte der 1980er Jahre wurden 43 betriebliche Ferieneinrichtungen und das Jugenderholungszentrum mit 1.300 Betten errichtet. Übernachtungszahlen von 400.000 im Jahr waren normal. Mit der Wende 1989/90 sank das Unterkunftsangebot auf unter 100 Gästebetten. Heute ist Wendisch Rietz staatlich anerkannter Erholungsort und weit über die Landesgrenzen hinweg bekannt. Im Jahr 2009 wurde die Gemeinde sogar mit dem Titel „Familien- und kinderfreundliche Gemeinde“ vom Land Brandenburg ausgezeichnet.

Weitere historische Geschichten

Wie der Scharmützelsee verkauft wurde

Um die Zeit als die Franzosen im Lande waren, gehörte der Scharmützelsee dem Fiskus. Damals wurde er um die Summe von 2000 Talern an einen Meistbietenden verkauft. Der Meistbietende war ein Herr von Löschbrand aus Saarow, ein pfiffiger alter Junker. Der machte sich auch einen richtigen Junkerspaß und zahlte die ganzen 2000 Taler in lauter im selber aufgezwungenen Bons und Lieferungsscheinen aus. Natürlich wurden die Scheine von den Beamten untersucht und nachgezahlt. Alsi sich bei der Gelegenheit ergab, dass es nur 1998 Taler waren, hat der alte Saarowsche mit einem Gesicht, als ob es ihm nicht darauf ankomme, noch zwei blanke Taler zugelegt und dabei herzlich gelacht. Und so ist dann der ganze See damals für zwei Taler verkauft worden.

Theodor Fontane

Die untergegange Stadt bei Schwarzhorn

An Stelle des von Waldungen umrahmten Scharmützelsees breitete sich in uralten Zeiten ein großer Busch aus, in dem nur ein kleiner Pfuhl lag. Als an demselben einstmal zwei Fischer angelten, zogen sie an ihrer Schnur eine große Glocke herauf, nur mit Mühe gelang es ihnen, sie bis an die Oberfläche zu bringen. Da fing die Glocke plötzlich an zu sprechen und fragte die ganz erstaunten Fischer: "Wasser oder Land?" Sie antworteten natürlich Wasser. Darauf gin die Glocke wieder unter, aber das immer mächtiger hervorquellende Wasser bildete allmählich an Stelle des Busches den großen See. Dabei ist dann wohl manches Dorf und manche Stadt untergegangen. Wenigstens am schwarzen Horn einer Halbinsel bei Wendisch Rietz, gegenüber Diensdorf, haben manchmal Fischer am Johannistag schon die Dächer der Häuser und die Spitze des Kirchturms gesehen und haben auch die Glockeb aus der Tiefe klingen hören.

P. Graffunder "Nachträge zu den Sagen der Mark" Bln 1912